
Allgemeine Lage
Der
Verein „Mundharmonika Schweiz“ stand im Vereinsjahr 2003 im Zeichen
gesunden Wachstums und finanzieller Stabilität. Anders als bei vielen
Ortsvereinen, die mit veritablen Nachwuchssorgen zu kämpfen haben, gelang es
unserem Verein erneut, Personen jeden Alters für die Mundharmonika-Musik zu
begeistern. Ein wichtiger Beitrag zu diesem Erfolg leisten nach wir vor unsere
aktiven Formationen und insbesondere die unermüdlichen Muha-Lehrerinnen und
Muha-Lehrer. Letztere tragen durch aktive Jungendförderung dazu bei, die
drohende Überalterung des Vereins abzufedern.
Es ist immer etwas los
Die
Mundharmonika-Szene in der Schweiz stellte im vergangenen Vereinsjahr durch
vielerlei Aktivitäten ihre pulsierende Lebendigkeit eindrücklich unter Beweis.
Es ist immer wieder Balsam auf die Seele unserer Akteurinnen und Akteure, wenn
unsere ausländischen Freunde sagen: „bei Euch in der Schweiz ist immer etwas
los“. Diese Komplimente, so gerne wir sie hören, sollen uns nicht dazu
verleiten, uns auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern Ansporn und Verpflichtung
dafür sein, die Mundharmonika-Musik hinauszutragen und den Menschen Freude zu
bereiten. Ich verzichte darauf, die vielen Ereignisse des vergangenen Jahres
aufzulisten, denn über die meisten von ihnen wurde in unserem Info ausführlich
berichtet. Es waren weit über 20 verschiedene öffentliche Anlässe, nebst unzähligen
privaten Auftritten der rund 50 Formationen.
Info
statt Bulletin
Die geneigte Leserin und der geneigte
Leser werden gemerkt haben, dass die bisher für das Sprachrohr des Vereins
verwendete Bezeichnung „Bulletin“ aus unserem Vokabular und aus den
Berichterstattungen verschwunden ist. Grund: der Vorstand ist der Meinung, dass
„Bulletin“ einen etwas gar amtlichen Anstrich hat, weshalb wir uns auf die
schlichte Bezeichnung „Info“ geeinigt haben. Wer nun aber glaubt,
diese Änderung habe sich über Nacht in unseren Köpfen festgesetzt, der täuscht
sich. Ebenso wie beim ehemaligen Namen „SMI“ fallen auch die
Vorstandsmitglieder immer wieder ins alte „Fahrwasser“ zurück. Wir haben
jetzt ein Anreizsystem bzw. eine Strafnorm geschaffen. Jeder, der „Bulletin“
sagt, zahlt zwei Franken in unser Sparschwein. Die Massnahme zeigt langsam
Wirkung.
Zukunftsperspektiven
„Ob jung ob alt, von fern und nah, wir spielen Mundharmonika“.
So heisst unser Motto, das wir auf unserem farbigen Werbekleber mit dem
offiziellen Muha-Signet verewigt haben. Dieser stille „Muha-Botschafter“
ziert inzwischen schon unzählige Muha-Koffern, Aktentaschen und andere
Gebrauchsgegenstände. Besonders gut eignet sich der Kleber als Abdeckung
kleinerer Lackschäden und Kratzer am Auto. Ich habe mir diesen Vorteil
ebenfalls zu Nutze gemacht. Die Schadstelle just neben dem hinteren
Nummernschild ist jetzt unsichtbar, und der Wiederverkaufswert des Wagens ist
gestiegen. Nehmen wir einmal an, jedes Mitglied, sowie jede Gönnerin und jeder
Gönner von Mundharmonika Schweiz, die im Besitze eines Autos sind, würden im
Mai 2004 ihren Wagen mit einem Muha-Kleber zieren. Gehen wir weiter davon aus,
dass diese rund 650 Personen innert Monatsfrist einen Werbekleber an einen
Bekannten, Verwandten oder Freund weitergeben, die damit ebenfalls eine
Schadstelle am Auto abdecken, und nehmen wir an, dies ginge im Monatsrhythmus so
weiter, dann würden bereits im Juli 2005 sämtliche rund vier Millionen Autos
in der Schweiz mit einem Werbekleber von Mundharmonika Schweiz durch die Gegend
fahren. Wenn das keine Zukunftsperspektiven sind!
Nun, wenn dieses Szenario auch nicht ganz so ernst zu nehmen ist – Spass muss
sein – so dürfen wir doch voller Hoffnung, Zuversicht und einigen Erwartungen
in die Zukunft blicken, denn alle Zeichen deuten darauf hin, dass das
Vereinsjahr 2004 ein erfolgreiches werden wird. Die Zukunftsperspektiven des
Vereins sind intakt. Ich freue mich auf viele schöne Ereignisse und
Begegnungen. Übrigens: Werbekleber können bei mir oder bei jedem anderen
Vorstandsmitglied telefonisch oder per E-Mail bezogen werden.
Dank
an alle
Es ist in unserer hektischen
Zeit und in ungewisser Zukunft alles andere als selbstverständlich, dass
Menschen ihre kostbare Zeit uneigennützig in den Dienst des Vereinslebens und
der Gemeinschaft stellen. Vielleicht ist es aber gerade dieser
Gemeinschaftssinn, die Pflege einer Liebhaberei im Sinne der geteilten Freude
als doppelte Freude, die uns in Zeiten der tendenziellen Entsolidarisierung
gewissermassen „überlebensfähig“ macht. Ich danke allen Mitgliedern, Gönnerinnen
und Gönnern im In- und Ausland, aber auch allen Mundharmonika-Formationen für
ihre Treue zum Verein und für ihre aktive Mitgestaltung des kulturellen Lebens.
Ein besonders herzlicher Dank geht an meine Vorstandskollegen, ohne deren unermüdlicher
Einsatz der Verein nicht lebensfähig wäre. Ich habe das Glück, mit drei
Freunden zusammenarbeiten zu dürfen, die ihr Handwerk verstehen. Unser Redaktor
Urs König präsentiert uns dreimal jährlich ein professionell gestaltetes
Info, auf das wir uns jedes Mal mit Ungeduld freuen. Die Finanzen sind bei
unserem Spezialisten Ruedi Frey in besten Händen, und Peter Lenzin stellt seine
grosse Erfahrung, sein weites Beziehungsnetz und seine ganze Schaffenskraft in
den Dienst des Vereins. Nicht minder herzlich danke ich auch unserem
Internet-Verantwortlichen Rolf König für die stets prompte und professionelle
Aktualisierung unserer Homepage.
Willi Siegenthaler