Der Kassier schreibt

 Liebe Kolleginnen und Kollegen

Das vergangene Jahr war weltweit geprägt von folgenschweren Ereignissen, von Höhen und Tiefen, von wechselseitigen Rückschlägen und Erfolgen, von freudigen und unliebsamen Überraschungen. In solchen Zeiten grosser Verunsicherung und stetiger Veränderungen besinnt sich der Mensch gerne zurück auf seine Urzellen, auf die Familie, den Freundeskreis, den Verein. Ihr werdet fragen – zu Recht – was diese lapidaren Fakten mit der Buchhaltung von „Mundharmonika Schweiz“ zu tun haben. Nun, wie Ihr wisst, funktioniert in einer sozialen Marktwirtschaft nichts ohne die Finanzen. Diese Binsenwahrheit galt nicht nur für die „gegroundete“ Swissair, sie gilt auch für die UNO, die EU, die bevorstehende Landesausstellung Expo02, aber auch für jedes Unternehmen, und schliesslich auch für die Vereine. Es freut mich deshalb ganz besonders, Euch mitteilen zu dürfen, dass die Kasse von „Mundharmonika Schweiz“ stimmt.

Positiver Jahresabschluss

Die Jahresrechnung 2001 schliesst mit einem Überschuss von 2'700 Franken positiv ab. Dieses erfreuliche Resultat ist – wie Ihr der Erfolgsrechnung entnehmen könnt – auf die Mehreinnahmen bei den Mitgliederbeiträgen zurückzuführen. Diese wurden ja im Durchschnitt um fünf Franken angehoben, was sich im Nachhinein als kluger Entscheid herausstellt, denn die Produktionskosten für das Infoheft sind tatsächlich im damals prognostizierten Rahmen angestiegen.

 

Wachstum tut not

Der Verein „Mundharmonika Schweiz“ hat mit seinen 512 Einzelmitgliedern und rund 45 Musikformationen in bezug auf seine Kostenstruktur nach wie vor eine kritische Grösse. So müssen beispielsweise 47 Prozent der Gesamteinnahmen allein für die Produktion und den Versand des dreimal jährlich erscheinenden Info-Heftes aufgewändet werden. Dieses Verhältnis hat sich zwar mit der Beitragserhöhung in die positive Richtung verschoben, ist aber immer noch zu hoch. Beitragserhöhungen können aus Gründen der Akzeptanz nur in grossen Zeiträumen erfolgen, und Kosteneinsparungen haben ebenfalls ihre Grenzen. Was uns bleibt, ist die Strategie des Wachstums. Ich bin überzeugt, und ich werde darin immer wieder bestärkt, dass unser Mitgliederpotenzial bei weitem nicht ausgeschöpft ist.

 

Aus dem Schatten heraustreten

Es geht nicht darum, für den Verein zu „missionieren“. Vielmehr ist es die Begeisterung, welche die Muha-Musik in der Bevölkerung, sei es bei privaten oder öffentlichen Auftritten, immer wieder auszulösen vermag. Sie ist der „Türöffner“ zu neuen Kontakten und neuen Mitgliedern. Die Tatsache, dass gerade dieser Tage wieder eine Formation im Schweizer Fernsehen auftritt und eine weitere ein Engagement für die Expo02 erhalten hat, sind ermutigende Beispiele aktiver „Öffentlichkeitsarbeit“. Die MUHA-Szene – auch wenn sie die Grössenordnungen von Volksmusik, Jazz und Country nicht erreichen wird, hat – mit etwas mehr Selbstvertrauen – intakte Wachstumschancen, die es zu nutzen gilt.

 

Aktive Nachwuchsförderung

Es versteht sich von selbst, dass eine lebendige Musikszene von aktiven Musikantinnen und Musikanten lebt. Deshalb misst der Vorstand der Nachwuchsförderung grosses Gewicht bei. Muha-Lehrerinnen und -Lehrer haben Anspruch auf finanzielle Zuschüsse für alle Aktivitäten, die darauf abzielen, neue Gruppen zu formieren, auszubilden und nachhaltig zu begleiten. Beitragsgesuche nimmt der Vorstand gerne zur Prüfung entgegen.

 

In eigener Sache

Am ersten Januar 2001 sind die neuen Mitgliederbeiträge in Kraft getreten. Die Umstellung ist nicht allen Mitgliedern gleichermassen gut gelungen, denn eine stattliche Anzahl unter ihnen hat mir – trotz des aktuellen Einzahlungsscheines - noch den alten Betrag überwiesen. In dieser Übergangsphase habe ich Gnade vor Recht gelten lassen und beide Augen zugedrückt. Diese Schonfrist kann ich – wie Ihr sicher versteht – nicht ausdehnen. Im Mai werdet Ihr mit separater Post die Rechnung erhalten. Im Sinne der Gleichbehandlung aller Mitglieder werde ich dann allfällige „Fehlbeträge“ nachfakturieren müssen. Übrigens: aufrunden wird nach wie vor wärmstens empfohlen. Die Überschüsse werden im Konto „Spenden“ verbucht. Herzlichen Dank!

 

Ich wünsche Euch allen einen beglückenden Frühling und weiterhin viel Freude an der Mundharmonika.

Willi Siegenthaler, Kassier