
Editorial
![]() |
|
| Liebe Leserinnen und Leser | |
|
Am
19. Februar wurde in vielen europäischen Städten der Tag der Langsamkeit
gefeiert. Das ist bemerkenswert, denn unsere Kultur erachtet Langsamkeit
als etwas Negatives. Genügend Zeit zu haben, gilt heute als Luxus. Der
Tag der Langsamkeit hatte zum Ziel, die Leute für den Mehrwert zu
sensibilisieren, der sich aus der Wiederentdeckung des Wertes „Zeit“
ergibt. Er wollte die Menschen dazu ermuntern, ihren Alltag bewusst zu
verlangsamen und so ihre Lebensqualität zu verbessern. Gewiss,
in unserer umtriebigen Arbeitswelt kommt dieses Ansinnen eher als
Wunschdenken daher, denn heute fühlen sich fast alle vom Virus der Hektik
bedroht. Es stellt sich deshalb die knifflige Frage: wie kann ich Hektik
und Langsamkeit in Einklang bringen? Die Antwort ist verblüffend einfach:
man soll nur dort sprinten, wo man muss, und es dort gemütlich nehmen, wo
man kann. Kleine alltägliche Handlungen helfen dabei, Gewohnheiten zu
durchbrechen und bewusst gegen den Strom zu schwimmen. Ich empfehle Ihnen deshalb, sich hin und wieder eine Pause zu gönnen, die Momente des Nichtstuns zu geniessen, oder sich ab und zu die Zeit zu nehmen, ein Kino, ein Theater oder ein Konzert zu besuchen. A propos Konzert: am 2. Juni 2007 feiern wir „40 Jahre Mundharmonika Schweiz“. Nehmen Sie sich Zeit und Musse, unser Jubiläumskonzert im grossen Bienkensaal in Oensingen zu besuchen. Alle wissenswerten Informationen finden Sie in diesem Info. Es dürfte ratsam sein, sich rasch anzumelden, denn die historisch günstigen Eintrittskarten, das hohe Niveau des Anlasses und die einmaligen Rahmenbedingungen werden den Vorverkauf zweifellos beschleunigen.
Ich
wünsche Ihnen ein paar unbeschwerte, gemütliche Stunden im Kreise vieler
Muha-Begeisterter und freue mich, mir am 2. Juni für Sie Zeit nehmen zu dürfen.
Willi Siegenthaler
|
|