
Einleitung
Wenn wir die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres noch einmal in Gedanken kurz an uns vorbeiziehen lassen, so fällt auf, dass viele davon eher trauriger Natur sind. Das mag zum Teil damit zusammenhängen, dass die Medien jenes Faktum „schamlos“ ausnützen, wonach schicksalhafte Geschehnisse sich besser „vermarkten“ lassen. Andererseits belegen die nachfolgend aufgelisteten Schlagzeilen, dass das Jahr 2006 in der Tat mit Glücksmomenten nicht ausnehmend beschenkt wurde:
Der Einsturz einer Eissporthalle in Bad Reichenhall fordert 15 Menschenleben; in Deutschland wird ein umfangreicher Gammelfleisch-Skandal aufgedeckt; der Streit um die dänischen Mohamed-Karrikaturen löst gewaltsame Proteste aus und fordert viele Tote; der grosse Entertainer Rudi Carrell erliegt einem Krebsleiden; Italien durchlebt seinen Fussball-Skandal; der Braunbär „Bruno“ wird in Bayern abgeschossen; ein Kleinflugzeug stürzt in ein New Yorker Hochhaus.
Die Liste liesse sich beliebig verlängern. Immerhin: es gibt auch erfreuliche Nachrichten. In Turin gingen die 20. Olympischen Winterspiele weitestgehend friedlich über die Bühne; in Deutschland verlief die hervorragend organisierte Fussball-Weltmeisterschaft gewaltlos, und schliesslich, nicht zu vergessen: 2006 stand vor allem im Zeichen eines Mannes: Wolfgang Amadeus Mozart, das Wunderkind, der Exzentriker, und gewissermassen der erste Popstar. Ausserdem: am 5. August erlebte die Schweiz das grösste Openair- Konzert ihrer Geschichte. Die Akteure waren keine Geringeren als die Rolling Stones.
Und „Mundharmonika Schweiz“? Nun, ein Vergleich mit den Stones wäre wohl einigermassen vermessen. Das heisst nun aber nicht, dass bei uns im vergangenen Jahr nichts gelaufen wäre, im Gegenteil: das Jahreskonzert vom 20. Mai in Herisau beispielsweise war ein absoluter Glanzpunkt. Ich bedanke mich bei dieser Gelegenheit noch einmal ganz herzlich bei den Zampanos für die ausgezeichnete Unterstützung vor Ort. Hiernach sei in loser Folge eine Reihe weiterer
Aktivitäten
aufgezählt, die beweisen, dass die Muha-Szene lebt und sowohl von den Musikanten als auch von vielen Mitgliedern, Gönnern und Freunden mitgetragen und mitgestaltet wird:
Feusisberg, Brunch und Musik mit verschiedenen Formationen; Konzert in Wilderswil mit den BEREDAs; Mundharmonika-Sommerlager im Baselbiet mit Eugen Buser; Waldhütten-Plausch in Rothrist; Mundharmonika-Ferienwoche in
Magliaso; 2. Oberaargauer-Schnoregyge-Fest in Aarwangen; Aelplerzmorge auf Marbachegg mit den Colores-Muulörgelern; Konzert des Mundharmonika-Orchesters Zürich und des Mundharmonika-Ensembles Eglisau in der ref. Kirche Kloten; Workshop mit dem weltberühmten Trio Con Brio mit Konzerten in Wettingen und Oftringen; Seelandnacht-Metzgete mit den Colores-Muulörgelern in Sempach; Appenzeller-Muulörgelitreffen in Herisau; grosser Muha-Abend im Volkshaus Basel; Advents-Aelplerzmorge auf Marbachegg. Nicht zu vergessen sind die beliebten und längst zur Tradition gewordenen Muha-Treffs in Sissach und St. Margrethen.
Viele Kleinanlässe im familiären Rahmen und natürlich die privaten Engagements der Formationen runden das beeindruckende Geschehen rund um die Mundharmonika ab.
Finanzen
Die Jahresrechnung 2006 schliesst erfreulicherweise wiederum mit einem namhaften Ueberschuss ab. Wie bereits angekündigt und anlässlich der Generalversammlungen der letzten Jahre immer wieder gewünscht, soll ein angemessener Betrag aus dem angehäuften Vermögen im Rahmen des Jubiläums „40 Jahre Mundharmonika Schweiz“ an die Mitglieder und Gönner zurückfliessen. Die Erfolgsrechnung und die Bilanz 2006 sind in diesem Info abgedruckt.
Vorstand
Der Vorstand hat sich nach den Rücktritten von Urs König und Peter Lenzin neu konstituiert und setzt sich seit der GV 2006 wie folgt zusammen: Präsident: Willi Siegenthaler, Vizepräsident und Kassier: Ruedi Frey, Redaktor und Webmaster: Werner Speiser, Aktuarin: Ursula Kocher. Wir haben uns im vergangenen Jahr dreimal zu einer Vorstandssitzung getroffen. Selbstverständlich sind wir in regelmässigem Kontakt.
Statuten
Der Vorstand hat die Statuten auf ihre Aktualität hin überprüft und kleinere Anpassungen vorgenommen. Die überarbeitete Version ist in diesem Info abgedruckt und wird der Generalversammlung 2007 zur Genehmigung vorgelegt.
Dank
Ich danke meiner Kollegin Ursula und meinen Kollegen Ruedi und Werni für ihre konstruktive Mitarbeit im Vorstand ganz herzlich. Die Sitzungen des vergangenen Jahres zeichneten sich aus durch das ideale Wechselspiel von Tatendrang und Humor. Einen aufrichtigen Dank gebührt auch allen aktiven Musikantinnen und Musikanten, die als „Botschafter der Mundharmonika“ „unser“ Instrument bei unzähligen Gelegenheiten präsentiert und in Szene gesetzt haben.
Nicht zuletzt danke ich aber auch allen Mitgliedern, Gönnerinnen und Gönnern, Spendern sowie den Inserenten herzlich für ihre Treue sowie für die finanzielle und ideelle Unterstützung.
Schlusswort und Ausblick
Die Entwicklung des Vereins „Mundharmonika Schweiz“ ist wie jede andere Interessensgemeinschaft dynamisch, das heisst: bestehende Formationen lösen sich auf, neue schliessen sich zusammen. Dasselbe gilt für die Einzelmitglieder und Gönner: es gibt Austritte und Eintritte. Solange sich die Zu- und Abgänge die Waage halten, spricht man von Stagnation. Sie ist nicht à priori negativ, denn Stagnation bedeutet zumindest nicht Rückschritt. Unser Verein liegt leicht über der Stagnation, das heisst: er verzeichnet kleine Zuwachsraten. Ziehen wir nun als positiv denkende Menschen das halbvolle Glas dem halbleeren vor, so fällt die Bilanz erfreulich aus. Um den Aufwärtstrend zu steigern, müssen wir weiterhin „unser Instrument unter die Leute bringen“. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg.
Im Jahr 2007 feiern wir das Jubiläum „40 Jahre „Mundharmonika Schweiz“. Ich freue mich zusammen mit dem Vorstand riesig, dieses besondere Ereignis gebührend mit Ihnen feiern zu dürfen. Alle Detailinformationen zum Jubiläumskonzert sind in diesem Info enthalten. Gerne möchten wir unseren Mitgliedern und Gönnern wieder einmal einen Work-Shop in irgend einer Form anbieten. Für entsprechende Ideen und für Ihre Mithilfe bei der Umsetzung bedanke ich mich im voraus ganz herzlich. Ich wünsche Ihnen weiterhin unzählige Glücksmomente mit der Mundharmonika.
Willi Siegenthaler