
Viele bunte Melodiensträusse
am
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| Ein Bericht von Roland Moser |
Mit fast vierhundert angemeldeten Besuchern blickten die „Schnoregygeler vo Aarwange“ am Samstag 13. Oktober 2007 zuversichtlich auf das bevorstehende Konzert mit sechs Formationen. Letzte Vorbereitungen im Bereich der Tontechnik wurden erledigt, dann konnte es losgehen. Die „Schlossgeischter“ organisierten Küche und Service, was viele Besucher nutzten und bereits zum Z’Nacht eintrafen. Man war auf die kommende grosse Arbeit vorbereitet.

wurde in der Folge von den
Interpreten mit der Mundharmonika in virtuoser Weise, dem dankbaren Publikum
serviert. Ein Publikum, das Schlachtenbummlern gleich, aus der ganzen Schweiz
angereist war. So hörte man verschiedenste Schweizerdialekte. Leute, die
bereits zum dritten Male nach Aarwangen anreisten, sich ein Zimmer nahmen, und
bis früh in die Morgenstunden dabei sein wollten.
Gleich zu Beginn zeigten die „Schnoregygeler vo Aarwange“ unter der Leitung von Mario Wyss, was es bedeutet, am internationalen World-Music-Festival in Innsbruck den zweiten Rang zu erspielen. Der Kaiserwalzer von Johann Strauss gelang vorzüglich und die Besucher waren im Banne der feinen Töne. Dankbar forderten sie von den Gruppen Zugaben.

Mit
den „Schmitte Stifte“ trat die zweite Formation aus Aarwangen auf die Bühne.
Die Gruppe hatte ihre Feuertaufe. Dabei hatten die Stifte vor drei Jahren keine
Ahnung, was das Spiel auf der Schnoregyge heisst und Notenlesen war für viele
ein Gräuel. Sie machten ihre Sache trotz Lampenfieber sehr gut.
Musikanten aus dem Baselbiet

Die
andern vier Gruppen stammten allesamt aus dem Baselbiet. Die „3Veteranos“
boten auf der Bühne eine Comedy-Show. Ältere Herren, eben Veteranen, zogen
in ihrer gelassenen Art und in immer anderen Klamotten die Besucher in ihren
Bann und viele kamen vom Lächeln zum herzhaften Lachen. Klar, die Senioren
mussten Zugaben abliefern.
Äusserst
konzentriert gingen die „Baselbieter Muulörgeler“ ans Werk. Zwei Frauen und
drei
Männer boten währschafte Kost und wussten sehr gut zu gefallen.

Im
zweiten Konzertteil spielten schliesslich die Piranhas, aus dem Baselbiet, in
eindrucksvoller Weise sehr virtuose Melodien. Die allseits bekannte „Bluesharp“
gespielt von Werner Speiser, unterstrich teils durch laute, schreiende Töne die
eher typisch düstere Stimmung des Blues. Alles in allem kamen die filigran
eingebauten Klangfolgen mit vielen harmonisch passenden Zwischentönen elegant
an die Ohren der Besucher. Man staunte, was alles auf einer Mundharmonika möglich
wurde. Eine zweite Zugabe war fällig.
Mit
Erfahrunge
n
aus internationalen Auftritten,
bot
schliesslich die Gruppe „Mikados“ den musikalischen Schlusspunkt und
damit einen weiteren Höhepunkt. Eine Vielzahl bekannter Melodien aus dem
Bereich der Unterhaltungs-Musik, insbesondere der österreichischen Volksmusik, forderte die Besucher zum rhythmischen
Mitklatschen auf. Wenn auch die Hände vom vielen Klatschen schon leicht
aufgeschwollen waren, wurde trotzdem eine zweite Zugabe gefordert.
Nach
dem Konzert traf man sich im Foyer zum ad Hock-Spiel bis in die Morgenstunden.
Da hatten nicht nur die offiziellen Gastformationen ein Instrument zur Hand,
sondern auch von weit her angereiste Besucher. Drei bis vier Spieler boten
jeweils über die vorhandene Verstärkeranlage gefällige Musik und an den
Festtischen wurde teilweise mit eigens mitgebrachten Instrumenten dazu
begleitet. Müde, aber zufrieden ging es auf den Heimweg, oder ins Hotel, nicht
ohne zu versprechen, dass man zum vierten Muha-Konzert am 11. Oktober 2008
wieder nach Aarwangen pilgern will.