
Vier Tage voller Harmonie
Von Hans Nusko
Rund 100 Teilnehmer beim 10. Altmühltaler Mundharmonikafestival / Hochkarätiges Programm
Auf großes Interesse sowohl bei den aktiven Musikern als auch bei etlichen Einheimischen war das zehnte Altmühltaler Mundharmonikafestival in Beilngries gestossen. Dabei gab es auch zwei hochkarätig besetzte Konzerte.
Als Veranstalterin fungierte die Stadt Beilngries; die Organisation oblag dem passionierten Mundharmonikaspieler und Gründer des Festivals, Georg Fanderl aus der Altmühlstadt. Dieser war sowohl mit der Resonanz auf die angebotenen Veranstaltungen, als auch mit dem Verlauf des heuer viertägigen Festivals sehr zufrieden. „Wir haben rund 100 Teilnehmer und auch die Veranstaltungen sind sehr gut besucht", freute er sich bei einer ersten Bilanz am Samstagabend.
Wie schon bei bisherigen Veranstaltungen dieser Art gab, es auch heuer ein umfangreiches Programm mit Vorspielnachmittag, Workshops und Konzerten. Unter dem Motto ,,Gut gemischt" ging, wie bereits berichtet, schon am vergangenen Donnerstag ein Volksmusikabend über die Bühne. Dabei war jeder, egal, ob mit Mundharmonika oder anderen Instrumenten, zum Mitmachen eingeladen.
Offiziell eröffnet wurde das Jubiläumsfestival am Freitagabend im Haus des Gastes. Bei einem kleinen Empfang der Stadt Beilngries sagte Georg Fanderl er freue sich über die vielen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die meisten von ihnen seien gute Bekannte, denn in der kleinen Welt der Mundharmonikaspieler gehe es sehr familiär zu.
Einmalig in Bayern:
Fanderl erinnerte an die Gründung der Veranstaltung im Jahr 2000. Nachdem er die
Mundharmonika-
freunde in den beiden ersten Jahren privat eingeladen habe, sei ab 2002 die Stadt Beilngries als Veranstalterin aufgetreten. Für deren Förderung sei er sehr dankbar, betonte er und verwies darauf, dass in Beilngries die bayernweit einzige
Veran-
staltung dieser Art stattfinde.
Namens der Stadt Beilngries begrüßte Vizebürgermeister Manfred Thomä die Gäste. Dass so viele Liebhaber des kleinen Instruments in die Altmühlstadt gekommen seien, bezeichnete Thoma als sehr positiv. Er zeigte sich ferner sehr angetan darüber, dass sich die Veranstaltung immer grösserer Beliebtheit erfreue.
Den ersten Höhepunkt der Veranstaltung bildete am Freitagabend das Konzert von „Blues
Culture" um Steve Baker. Dabei wurde das Trio seinem Ruf als Spitzenband der internationalen Bluesszene vollauf gerecht. Am Samstag standen zunächst verschiedene Workshops auf dem Programm. Dabei ging es zum einen um das Spielen in grösseren Formationen. Steve Baker führte Interessenten in die Geheimnisse der Bluesharp ein und ausserdem gab es viele Tipps für die Reparatur von Mundharmonikas.
Jeder durfte vorspielen: Nach dem traditionellen Treffen von
Mundharmonika-spielern, bei dem sich am Samstagnachmittag jeder Teilnehmer Gleichgesinnten präsentieren konnte, gab es am Samstagabend ein hochkarätiges Jubiläumskonzert. Knapp 200 Besucher hörten und sahen dabei zwei Ensembles aus Luzern in der Schweiz. Sowohl „Dianas Harmonicas" als auch „D’Muulörgeler vo Kriens" boten dabei neben Volksmusik aus der Schweiz auch internationale Klänge.

Am Sonntagvormittag waren die Festivalteilnehmer zu einer historischen Erlebnisführung zu den Stadttürmen von Beilngries eingeladen. Ferner gab es einen Flohmarkt rund um die Mundharmonika.
Natürlich blieb zwischen den einzelnen Programmpunkten auch noch genug Zeit für die Mundharmonikaspieler, sich auszutauschen und neue Bekanntschaften zu schliessen.
(Auszug aus dem Lokalteil des Donaukurier vom 19.10.2009)
Anmerkung Werner Speiser: Das Festival in Beilngries war eine Reise wert. Im historischen Städtchen liegt alles sympathisch nahe zusammen. Das Konzert unserer zwei Schweizer Formationen war beste Reklame für die Mundharmonika im Allgemeinen und für die Mundharmonika Szene Schweiz.