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Der virtuelle Patient |
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Liebe Leserinnen und Leser |
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Ungeachtet
dieser modernen Zivilisationskrankheiten werden es unsere Nachfahren
einfacher haben, den Arzt über ihr wahres Leiden aufzuklären. Das
Internet macht’s heute schon möglich. Der Kranke tippt irgendein
Symptom in die Suchmaschine ein, und schon nach wenigen Mausklicks
landet er bei einer schweren Krankheit seiner Wahl. Auf so was wäre ja
sein Hausarzt nie gekommen, im Gegenteil: mit unqualifizierten Bemerkungen
wie:“ Ihr schwarzer Zehennagel ist kein Krebs, nur waschen, und schon
sind Sie wieder gesund“, macht er sich noch lustig über uns. Seit es
das Internet gibt, haben die schulmedizinischen Scharlatane nur noch bei
Vorkriegspatienten eine Chance. Herzchirurg? Gynäkologe? Dass ich nicht
lache! Was die wissen, weiss der virtuelle Patient schon lange. Deshalb
ist es wichtig, sich vor der letzten Ölung zu vergewissern, dass zuvor
ausgiebig und tiefschürfend „gegoogelt“ wurde. Ein studierter Arzt
kostet ja nur Zeit und Geld. Dieses können wir uns sparen, denn wir
finden im Netz auch gleich die passenden Therapien. Ich
persönlich halte mich lieber an den Rat des Arztes, Kabarettisten und
Humortrainers Eckhart von Hirschhausen. In seinem neuen Buch „Glück
kommt selten allein“ bekräftigt er inständig die wundersam heilende
Wirkung durch aktives Musizieren. Da sind wir ja auf dem richtigen Weg,
liebe Freunde! Ich wünsche Euch weiterhin viel Freude mit der
Mundharmonika, sowie einen wonnigen und sonnigen Frühling. Und noch
etwas: Herzlich willkommen am 8. Mai beim Jahreskonzert von
„Mundharmonika Schweiz“ in Chur. Informationen findet Ihr in diesem
Heft. Willi Siegenthaler |
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